Säuglingsnahrung selber machen
Dieses Rezept kommt der Muttermilch am nächsten
| verfasst von Christel Rottenkolber
verfasst von Christel Rottenkolber
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Wenn Stillen nicht (ausreichend) möglich ist
Nicht jede Mutter kann stillen oder ihre Babys ausreichend mit Muttermilch versorgen. In solchen Situationen suchen viele Frauen nach natürlichen Alternativen zur industriell hergestellten Säuglingsnahrung – also nach möglichst verträglicher und naturnaher Säuglingsnahrung.
In einer Live-Sendung mit Kimberly Van der Beek am 29.04.2018 (das Video steht leider nicht mehr zur Verfügung), bei dem es um Schwangerschaft und Kindergesundheit ging, sprach Anthony William u.a. über ein Rezept für Babynahrung, dass der Muttermilch am ähnlichsten ist.
Lebensmittel für eine gesunde Muttermilch
Die Ernährung während der Stillzeit wirft bei vielen Müttern Fragen auf – besonders, wenn es um die Qualität und Menge der Muttermilch geht. Ein Blick auf ihre Zusammensetzung kann dabei helfen:
Muttermilch besteht überwiegend aus Zucker, enthält nur wenig Proteine und ist sehr fettarm. Im Durchschnitt enthält sie nur 1 bis 1,5 % Proteine. Einige gesunde Frauen verfügen über eine Muttermilch, die mit 0,75 % einen noch geringeren Proteinanteil haben, während andere bis zu 2,5 % Protein enthalten. Der Körper jeder Frau ist individuell. Wichtig zu verstehen ist: Das Baby braucht vor allem Glukose, um sein Gehirn optimal zu entwickeln und gesund zu wachsen.
Viele Frauen bekommen den Rat, besonders viel Eiweiß und Fett zu essen. Doch eine sehr protein- und fettreiche Ernährung kann sich tatsächlich negativ auf die Milchproduktion auswirken. Es ist besonders wichtig, sich während der Schwangerschaft und Stillzeit auf hochwertige Kohlenhydrate zu konzentrieren. Besonders gute Quellen sind Kartoffeln und Obst. Wer Getreide essen möchte, greift idealerweise zu hochwertiger Hirse und Quinoa.
Angst vor Zucker: Viele Frauen vermeiden Obst aus Sorge vor Zucker. Dabei gilt: Nicht Obst oder Kartoffeln sind problematisch, sondern die Kombination aus viel Zucker und ungesunden Fetten. Schwangerschaftsdiabetes tritt nicht durch den Verzehr von Obst oder Kartoffeln auf, sondern entsteht dann, wenn man Käse auf diese Kartoffel legt oder ein Eis isst, das schlechtes Fett und schlechten Zucker enthält.
Viele Mütter werden täglich mit irreführenden Empfehlungen konfrontiert. Häufig wird Frauen geraten, mehr Protein und Fett zu konsumieren. Tatsächlich kann jedoch ein Übermaß dieser Nährstoffe die Muttermilchproduktion verringern. Besonders proteinreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweisen können sich negativ auf die Milchbildung und damit auch auf das Wohl des Babys auswirken.
Einige Frauen haben zwar Glück, selbst bei kohlenhydratarmer und unausgewogener Ernährung keine Probleme mit der Milchproduktion zu bekommen. Das liegt oft daran, dass ihr Körper über ausreichend Glukosespeicher in der Leber verfügt. Allerdings wird dies zunehmend seltener.
Natürliche Zutaten für eine Alternative zur klassischen Säuglingsnahrung
Avocado
Die Avocado zählt zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt. Sie enthält über 25 essenzielle Nährstoffe – darunter Magnesium, Eisen und wichtige Fettsäuren – und ist zudem besonders leicht verdaulich, was die Aufnahme der Nährstoffe im Körper unterstützt.
Besonders bemerkenswert ist ihr Gehalt an Glutathion, einem Stoff, der das Immunsystem stärkt, das Nervensystem unterstützt und zum Schutz der Zellen beiträgt. Einen großen gesundheitlichen Vorteil bieten auch die einfach ungesättigten Fettsäuren, die helfen können, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.
Durch ihr ausgewogenes Verhältnis von Fett, Eiweiß und natürlichen Zucker gilt die Avocado zudem als eines der Lebensmittel, das der Muttermilch in seiner Zusammensetzung besonders nahekommt.
Gerstengrassaftpulver
Gerstengrassaftpulver ist ein echtes Kraftpaket aus der Natur. Es versorgt den Körper mit wertvollen Nährstoffen und hilft, das Wachstum von Krankheitserregern zu hemmen. Über die Stärkung des Immunsystems hinaus, trägt es dazu bei, den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen und eine gesunde Verdauung zu fördern. Viele schätzen es auch für seine positiven Effekte auf Energielevel sowie auf Haut, Haare und Nägel.
Banane
Bananen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und sind dadurch eine hervorragende natürliche Elektrolytquelle. Sie liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin B6, Kalium, Kupfer und Mangan.
Diese wunderbare Frucht enthält sehr starke antibiotische und antimykotische Verbindungen und ist in der Lage, einen Virus auf der Stelle zu stoppen.
Dank ihres natürlichen Zuckergehalts sind sie eine schnelle Energiequelle und unterstützen sowohl Gehirn als auch Muskeln. Zusätzlich fördern sie eine gesunde Verdauung und tragen dazu bei, die Darmflora zu stärken.
Kokoswasser
Kokoswasser ist ein besonders nährstoffreiches Getränk und liefert eine Vielzahl an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Kalzium sowie wichtige B-Vitamine.
Es gilt als eine der besten natürlichen Elektrolytquellen und unterstützt die Flüssigkeitsversorgung des Körpers auf zellulärer Ebene. Wusstest du, dass Kokoswasser mit dem menschlichen Plasma identisch ist? Dieses Plasma macht 55 % unseres menschlichen Blutes aus. Kokoswasser kann demnach als „universeller Spender“ betrachtet werden.
Rezept für natürliche Säuglingsnahrung
Die Kombination dieser Zutaten ergibt eine nährstoffreiche, pflanzliche Alternative zu industriell hergestellter Pre-Nahrung und klassischer Säuglingsnahrung, die sich an der Zusammensetzung natürlicher Nahrung orientiert.
Zutaten:
• 2 Avocados
• 1 TL Gerstengrassaftpulver (Anthony William empfiehlt hier die Marke Vimergy)
• 2 Bananen
• ca. 500 ml Kokoswasser oder Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)
Zubereitung:
Alle Zutaten in einem Hochleistungsmixer fein pürieren. Die Flüssigkeitsmenge so anpassen, dass eine dünnflüssige Konsistenz entsteht, die durch den Sauger einer Babyflasche passt.
Anschließend die Mischung durch einen Nussmilchbeutel oder ein feines Sieb geben, um eine besonders glatte Textur zu erhalten.
Am besten frisch zubereiten – alternativ kann die Mischung auch am Vorabend hergestellt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Anmerkung:
- Jede Mutter wird dieses Rezept individuell anpassen. Wird zusätzlich gestillt, kann auf auf das Gerstengrassaftpulver verzichtet werden. Dient die Mischung jedoch als vollständiger Ersatz für Säuglingsnahrung, sollte das Gerstengrassaftpulver unbedingt enthalten bleiben, da es wichtige Mineralstoffe liefert.
- Babys mit einer eher langsamen Leberfunktion, empfindlicher Verdauung oder beispielsweise Hautproblemen reagieren möglicherweise empfindlich auf einen hohen Fettanteil. In diesem Fall kann der Anteil an Banane erhöht und der Fettgehalt reduziert werden. Ein vollständiger Verzicht auf Avocado wird jedoch nicht empfohlen.
Quelle: Muneeza Ahmed
(Anmerkung von Christelclear: Muneeza Ahmed gilt in den USA als eine der bekanntesten Anwenderinnen der Lehren nach Anthony William. Nachdem sie selbst mehrere Jahre hinweg mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen hatte, war sie Klientin/Schülerin von Anthony William. Über mehrere Jahre hinweg setzte sie seine empfohlenen Ansätze um und vertiefte sich intensiv in seine Lehren. Heute begleitet sie weltweit Menschen auf ihrem Weg und arbeitet dabei sehr erfolgreich auf Basis dieses Wissens.)
Das hier vorgestellte Rezept basiert auf Empfehlungen von Anthony William bzw. Muneeza Ahmed. Es handelt sich nicht um Originaltexte. Die Inhalte sind kein Ersatz für die originalen Informationen. Der Autor ist in keiner Weise mit Anthony William und Muneeza Ahmed verbunden. Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie dienen nicht dem Zweck der Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung einer Krankheit und ersetzen keine ärztliche Beratung. Die Anwendung erfolgt in eigener Verantwortung. Bei Beschwerden oder gesundheitlichen Fragen sollte immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Die Inhalte stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Produkte dar.







